Femoroacetabuläres Impingement (FAI)
Femoroacetabuläres Impingement (FAI) – Wenn die Hüfte „aneinanderstößt“
Das femoroacetabuläre Impingement (FAI) ist eine häufige Ursache für Hüftschmerzen, besonders bei jungen und sportlich aktiven Menschen. Der Begriff beschreibt ein mechanisches Problem im Hüftgelenk: Bestimmte Knochenanteile von Oberschenkelkopf (Femur) und Hüftpfanne (Acetabulum) passen nicht optimal zusammen und stoßen bei Bewegung wiederholt aneinander.
Man unterscheidet hauptsächlich zwei Formen. Beim Cam-Impingement ist der Übergang zwischen Oberschenkelkopf und -hals nicht perfekt rund. Beim Beugen oder Drehen der Hüfte kommt es dadurch zu einem Kontakt mit der Hüftpfanne. Beim Pincer-Impingement ist dagegen die Hüftpfanne etwas zu stark ausgeprägt und überdeckt den Hüftkopf stärker als normal. Häufig liegt auch eine Kombination beider Formen vor.
Durch dieses wiederholte Aneinanderstoßen können empfindliche Strukturen im Gelenk geschädigt werden, insbesondere die Gelenklippe (Labrum) und der Gelenkknorpel. Typische Beschwerden sind Schmerzen in der Leiste, ein stechendes Gefühl bei bestimmten Bewegungen, eingeschränkte Beweglichkeit oder Beschwerden bei Sport, längerem Sitzen oder Drehbewegungen.
Wird ein FAI frühzeitig erkannt, kann häufig zunächst eine konservative Behandlung mit gezielter Physiotherapie helfen, die Hüfte zu stabilisieren und Beschwerden zu reduzieren. In ausgewählten Fällen kann eine minimalinvasive Hüftarthroskopie sinnvoll sein, um die mechanische Ursache zu korrigieren und das Gelenk langfristig zu schützen.
Eine genaue Diagnose durch klinische Untersuchung und Bildgebung ist entscheidend, um die passende Behandlung für Ihr Hüftgelenk zu finden.